1Die Schulsozialarbeit des Diakonischen Werks Lörrach

An dieser Stelle geben wir Ihnen einen kurzen Überblick über die Jugendsozialarbeit an Schulen (Schulsozialarbeit) des Diakonischen Werks Lörrach. SchulsozialarbeiterInnen haben ihren Arbeitsplatz in einer Schule und sind während des Schulalltags auch beinahe ausschließlich dort tätig. Sie übernehmen aber keine ureigenen schulischen Aufgaben wie Unterricht, Nachhilfe, Hausaufgabenbetreuung oder Aufsicht, sondern ergänzen und unterstützen den Schulalltag in verschiedenen Bereichen.

Anteilig das größte Themenfeld bildet der Bereich der „Einzelfallhilfe“. Ziel dieser Tätigkeit ist es, SchülerInnen und evtl. deren Familien in Krisen zur Seite zu stehen. SchulsozialarbeiterInnen haben für alle Themen über die sich Schüler oder Eltern mit ihnen austauschen wollen ein offenes Ohr. Vom – im ersten Moment harmlos erscheinenden – Ärger mit Freunden bis hin zu Todesfällen oder Selbstmordabsichten gibt es bei der Spannbreite der Themen keine Grenzen. Bei der professionellen Ausführung dieses Bereichs sind deshalb fortgeschrittene Beraterkompetenzen erforderlich. Es besteht eine strenge Schweigepflicht und andere Personen (auch schulische Akteure) erfahren ohne erteilte Genehmigung nichts über die ausgetauschten Gesprächsinhalte. Durch Vermittlung von Hilfen oder Handlungsempfehlungen an schulische oder außerschulische Kooperationspartner, kann Schulsozialarbeit bei der Überwindung von Krisen helfen ohne die anvertrauten Inhalte und Daten Preis zu geben. Für das Thema Kindesschutz hat das Diakonische Werk Lörrach eine eigene zertifizierte Fachkraft. Im Bedarfsfall wie Kindeswohlgefährdung sind die Wege somit entsprechend kurz.

Ein weiterer wichtiger Bereich- der eher in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden kann -ist die Arbeit mit Gruppen. Diese Angebote werden eng mit der Schule abgestimmt und haben meistens präventiven Charakter. Die Themen sind vielfältig und nicht festgelegt. An den Schulen, an denen das Diakonische Werk Lörrach tätig ist, gibt es zum Beispiel “faire Raufspiele”, Schülercafés, Sozialkompetenztrainings, Angebote mit erlebnispädagogischem Friedensstifter 1Charakter, „Friedensstifter“, „Nichts wie Raus“-Gruppen, Angebote zur Medienbildung, Schülermentorenprojekte, Angebote zur Drogen- Kriminal- und Extremismusprävention usw.

Ein dritter Bereich trägt weiterhin erheblich zum Erfolg der Arbeit bei – nämlich die aktive Teilhabe an schulischen Entwicklungen sowie die Qualitätssicherung des eigenen Arbeitsfelds. In diesem Bereich werden Erfahrungen und Erkenntnisse weitergegeben (zum Beispiel in Gesamtlehrerkonferenzen, Steuergruppen etc.) und somit schulische Entwicklungen nachhaltig unterstützt. Schulsozialarbeit ist folglich eine Querschnittsaufgabe. Nur wenn Möglichkeiten vorhanden sind, einen Überblick über Rahmenbedingungen zu erhalten, kann sie gelingen. Intensiver Austausch mit Kooperationspartnern, Besuch von Fortbildungen und Netzwerkarbeit ist unerlässlich.

Regelmäßige Supervision ist obligatorisch und dient zur Reflexion der häufig Energie zehrenden Tätigkeit.

Der Arbeit zugrunde liegen Richtlinien des Landes BW und des Landkreises Lörrach sowie gesonderte Vereinbarungen mit Schulträgern und Schulen. Den größten Anteil der Finanzierung teilen sich die Schulträger (in den meisten Fällen die Kommunen), der Träger der Jugendhilfe (Landkreis Lörrach) und das Land BW.

Welche Schulen durch das Diakonische Werk Lörrach betreut werden, sehen Sie in der Seitenleiste

Kontakt

Diakonisches Werk Lörrach,                                                              Riedlistraße 16, 79576 Weil am Rhein
Volker Hentschel
Telefon 07621-974216
info(at)diakonie-loerrach.de

Das Schulteam des Diakonischen Werkes Lörrach

 

An folgenden Schulen im Landkreis ist das Diakonische Werk aktiv:

 

  • in Weil am Rhein an der Gemeinschaftsschule, der Realschule Dreiländereck, dem Kant- und dem Oberrheingymnasium, der Karl-Tschamber-Schule, der Hans-Thoma-Schule, der Leopoldschule und der Rheinschule,
  • in Maulburg an der Wiesentalschule,
  • und in Schopfheim an der Friedrich-Ebert-Schule, der Dr. Max-Metzger Schule, der Gewerbeschule und dem Theodor-Heuss-Gymnasium.

 

Angaben zu den MitarbeiterInnen und deren Kontaktdaten finden Sie auf den jeweiligen Webseiten der genannten Schulen.

 

Die Schulsozialarbeit wird unterstützt durch das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg.

Die Schulsozialarbeit wird gefördert im Rahmen der Richtlinien des Landkreises Lörrach.

landkreis  sozialministerium bw